Astrid Kellenbenz

Astrid, warum die Familienbande? Wie kam es zu dem Projekt?

Bin mir gar nicht sicher, ob ich das wirklich erzählen sollte... Die Idee entstand nämlich
sehr spontan in einem Frankfurter Beach-Club...

 

Eigentlich arbeitete ich gerade daran, meine Kunden nicht mehr nur über Mund-zu-Mund-Propaganda, sondern endlich auch über meine eigene Coaching-Homepage zu erreichen.
Ich überlegte also wie ich mich positionieren wollte und worin ich mich von allen oder zumindest möglichst vielen anderen Coaches unterschied.


Während eines kostenlosen Webinars zum Thema Positionierung als Coach, kam mir plötzlich die Idee für MEIN Thema: Co-Abhängigkeit.

Was tun, wenn ein Angehöriger suchtkrank ist – wie übersteht man diese Hölle, wie lebt man damit und wie kommt man aus
ihr heraus? Ich selbst bin als Tochter eines alkoholkranken Vaters groß geworden und weiß ziemlich gut wie man sich fühlt...
Ich weiß aber eben auch wie man es trotzdem schafft seinen eigenen Weg zu gehen und diese Erfahrungen kombiniert mit
meinem Wissen rund um Coaching und Therapie wollte und will ich weitergeben.

So weit so gut, um diese Idee nun aber zu testen, fragte ich Susi, ob Sie ein paar Minuten Zeit für mich hätte. Sie ist in diesen
Dingen meine erste Ansprechpartnerin, zum einen, weil sie ein absoluter Profi und eine sehr gute Freundin ist und zum anderen, weil sie immer offen und ehrlich sagt, was sie denkt – was zwar nicht immer schön, aber immer sehr hilfreich ist. Eigentlich wollten wir ein ganz anderes gemeinsames Projekt besprechen, aber kaum hatte ich meine Grundidee vorgestellt, sprudelten schon weitere Ideen und es dauerte keine 2 Stunden, da stand das gesamte Konzept unserer Familienbande.

Es gibt so viele Coachingangebote auf dem Markt. Was ist das besondere an der Familienbande?

Wir brennen für unsere Themen, es sind unsere Herzensthemen.
Wir kombinieren unsere ganz persönlichen Erfahrungen mit unseren ganz unterschiedlichen Ausbildungen und unserem Wissen. Wir haben nicht nur die Theorie drauf und kennen passende Methoden, wir wissen auch, wie es sich anfühlt, wenn Eltern sich trennen, ein Angehöriger suchtkrankt ist und man einen geliebten Menschen sehr früh und/oder plötzlich verliert. Auch
das Thema „Karriere“ haben wir am eigenen Leib erfahren, wir beide führen ja zusätzlich auch
noch eigene Agenturen.
Wir sprechen also nicht nur über Themen, wir haben sie selbst erlebt – das macht einen großen Unterschied.

 

Ein weiterer Unterschied ist, dass Susi und ich beide sehr neugierig und wissbegierig sind –
wir bleiben nicht stehen, freuen uns über neue Methoden und Möglichkeiten und bilden uns
ständig fort. Auch davon profitieren natürlich unsere Klienten. Wir gehören nicht zu den Coaches,
die zwei Bücher gelesen und dann beschlossen haben, sich Coaches zu nennen und eigentlich besser nicht auf Menschen losgelassen werden sollten...

 

Und dann gibt es da noch einen ganz persönlichen Gedanken bei unserer Familienbande: Susi und ich verstehen den Begriff „Familie“ ein wenig anders als viele andere Menschen. Für uns ist man nicht nur qua Geburt einer Familie zugehörig, sondern man sucht sich auch seine eigene Familie – das können Freunde, Gleichgesinnte oder Leidensgenossen sein, die sich gegenseitig helfen, füreinander da sind, sich zuhören, Mut machen und unterstützen. Und genau so eine Familie wollen wir mit der Familienbande gründen – wer mag dabei sein?

Welche Erfahrungen hast Du denn im Bereich Coaching & Beratung? Hast Du eine professionelle Ausbildung als Coach?

Klar, habe ich die und ich würde jedem, der auf der Suche nach einem Coach ist auch raten, sich danach zu erkundigen. Ich habe meine DIN-ISO zertifizierte Ausbildung zum Systemischen Coach bei mindmarketing – institut für training und coaching gemacht.
Im Anschluss daran folgten Ausbildungen zur Hypnosetherapeutin und die Prüfung zum Heilpraktiker Psychotherapie vor dem Gesundheitsamt in Gelnhausen.

Warum mit Susanne?

Ganz einfach, weil es keine bessere Partnerin als Susi gibt. Wir kennen uns schon seit über 20 Jahren, wissen wie der andere tickt und können uns aufeinander verlassen. Susi und ich können miteinander arbeiten, streiten, feiern, Spaß haben und ranklotzen –
je nach Anforderung. Und verlieren dabei nie den gegenseitigen Respekt und die Liebe füreinander und für dass, was wir tun.

 

Sie kennt sich aus, hat super Ideen und fast immer gute Laune – wenn ich weitermache, besteht die Gefahr, dass sie größenwahn-sinnig wird, darum höre ich besser auf. Ich glaube, sie weiß ganz gut, wie sehr ich sie schätze und wie froh ich bin, dass wir dieses Projekt gemeinsam angehen...

Worauf kann man sich in den nächsten Wochen und Monaten freuen?

Das kann ich gar nicht in einem Satz zusammenfassen – es gibt noch so viel zu tun und wir wollen von Anfang an viele Menschen mit auf den Weg nehmen, damit sie uns und unsere
Idee der Familienbande kennenlernen.
Also, wir brauchen natürlich noch ein Logo, über das in Facebook und anderen sozialen
Medien abgestimmt werden soll. Wir wollen sehr bald erste Info-Abende zu unseren Themenschwerpunkten geben, unsere Herangehensweise und das Vorgehen vorstellen. Natürlich brauchen wir auch eine Homepage und alles, was sonst noch so fürs Marketing gebraucht wird – außerdem hätten wir gern einen eigenen Videokanal, Podcasts und...
Je länger ich drüber nachdenke, desto voller wird meine To-Do-Liste...